Glossar · Einstellung

Laser

Durchgänge (Passes)

Wie oft der Laser denselben Pfad abfährt. Mehrere Durchgänge mit weniger Kraft schneiden dickeres Material sauberer als ein einziger zu starker Durchgang.

Genauer erklärt

Pro Ebene legst du in der Software fest, wie oft der Pfad wiederholt wird. Jeder Durchgang trägt etwas Material ab, bis die Platte durchtrennt ist. Mehrere schnellere Durchgänge erzeugen oft weniger Brandspuren als ein langsamer, weil das Material zwischendurch abkühlt und der Rauch abzieht. Bei dicken Platten lässt sich der Fokus pro Durchgang nach unten versetzen (Z-Step), meist um einen Teil der Materialdicke. Bei Diodenlasern sind für 6 bis 10 mm Holz je nach Leistung 2 bis 6 Durchgänge normal.

Woher kommt der Begriff?

Englisch pass = Durchlauf, Durchgang. Im Deutschen werden beide Begriffe gleichbedeutend verwendet.

In der Praxis

  • Starte mit einem Testraster: Teste bei fester Leistung mehrere Geschwindigkeiten und Durchgänge, bis die Teile sauber herausfallen.
  • Fällt ein Teil nicht heraus, hilft oft ein weiterer Durchgang mehr als langsameres Tempo.
  • Bewege das Werkstück zwischen den Durchgängen nicht, sonst laufen die Schnitte nicht mehr übereinander.
  • Achte bei vielen Durchgängen auf Flammen und Glutnester, besonders bei MDF und Sperrholz mit viel Leim.

Nicht verwechseln

Nicht verwechseln mit den Durchgängen beim UV-Druck, bei denen der Druckkopf eine Fläche mehrfach überfährt, um Tinte aufzutragen.

Häufige Fragen

Lieber mehr Durchgänge oder langsamer lasern?

Bei dickem Holz oft mehr Durchgänge mit höherem Tempo, weil die Kanten heller bleiben. Bei Acryl mit CO₂-Laser ist ein langsamer Durchgang meist besser, weil die Kante dann poliert wirkt.

Warum schneidet der Laser nicht durch?

Häufige Gründe sind falscher Fokus, verschmutzte Linse, fehlender Air Assist oder zu wenige Durchgänge. Prüfe zuerst Fokus und Linse, dann erhöhe die Durchgänge.

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