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Glossar · Filament

3D-Druck

PCTG

Ein Druckmaterial aus der Familie von PETG, aber deutlich schlagzäher. Es lässt sich ähnlich einfach drucken.

Genauer erklärt

PCTG ist ein glykolmodifizierter Copolyester und chemisch eng mit PETG verwandt. Die Hersteller betonen vor allem die höhere Schlagzähigkeit: Fiberlogy gibt für sein PCTG im gekerbten Izod-Test nach ISO 180 92 kJ/m² an, für PETG 5 bis 8 kJ/m². Die Wärmeformbeständigkeit liegt dagegen im Bereich von PETG, Fiberlogy nennt 64 °C bei 1,8 MPa und 76 °C bei 0,45 MPa nach ISO 75. Empfohlen werden dort 250 bis 270 °C an der Düse und 90 °C am Bett, ein Gehäuse ist nicht nötig. Transparente Sorten wirken laut Spectrum klarer als PETG.

Woher kommt der Begriff?

PCT steht für Polycyclohexylendimethylenterephthalat, das G wie bei PETG für die Glykolmodifikation. PCTG und PETG enthalten dieselben Grundbausteine in anderem Verhältnis, daraus ergeben sich die unterschiedlichen Eigenschaften.

In der Praxis

  • Trocknen: Fiberlogy nennt 60 °C für 4 Stunden.
  • Bauteilkühlung sparsam einsetzen, Fiberlogy empfiehlt 0 bis 25 %.
  • Auf glattem PEI wie bei PETG ein Haftmittel als Trennschicht nutzen, texturiertes PEI geht laut Fiberlogy ohne.
  • Die Schlagzähigkeitswerte stammen aus Herstellerprüfungen. Vergleiche nur Werte, die nach derselben Norm gemessen wurden.

Nicht verwechseln

PCTG ist nicht PC (Polycarbonat): Der Name klingt ähnlich, PCTG ist aber ein Polyester wie PETG und deutlich weniger hitzebeständig als PC.

Häufige Fragen

Ist PCTG besser als PETG?

Bei der Schlagzähigkeit laut Herstellern deutlich, bei der Wärmeformbeständigkeit etwa gleich. Es druckt ähnlich, braucht aber oft etwas höhere Temperaturen.

Braucht PCTG ein Gehäuse?

Laut Fiberlogy nicht. Wie PETG schrumpft es wenig und verzieht sich kaum, solange die erste Schicht gut haftet.

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