Glossar · Daten
Punktwolke
Das Rohergebnis eines 3D-Scans: sehr viele einzelne Messpunkte im Raum, die zusammen die Oberfläche des Objekts beschreiben.
Genauer erklärt
Jeder Punkt einer Punktwolke hat Koordinaten in X, Y und Z, oft zusätzlich eine Farbe. Ein Scan besteht schnell aus Millionen Punkten. Eine Punktwolke hat noch keine geschlossene Oberfläche und lässt sich so nicht drucken, erst die Software verbindet die Punkte zu einem Dreiecksnetz. Vorher entfernst du Störpunkte, etwa vom Untergrund, und richtest mehrere Scans aneinander aus. Als Austauschformat eignet sich zum Beispiel PLY, das Farbe direkt an jedem Punkt speichern kann.
Woher kommt der Begriff?
Lehnübersetzung des englischen point cloud. Der Name beschreibt, wie die ungeordneten Punkte auf dem Bildschirm aussehen: wie eine Wolke, die die Form des Objekts nachzeichnet.
In der Praxis
- Entferne Störpunkte, die über dem Objekt schweben oder vom Tisch stammen, bevor du das Netz berechnest.
- Je dichter die Punkte, desto mehr Details, aber auch desto größer die Datei und desto langsamer die Bearbeitung.
- Kostenlose Programme wie MeshLab öffnen, bereinigen und vernetzen Punktwolken.
Nicht verwechseln
Eine Punktwolke ist noch kein druckbares Modell: Der Slicer braucht ein geschlossenes Mesh, also eine Oberfläche aus Dreiecken.
Häufige Fragen
Kann ich eine Punktwolke direkt drucken?
Nein. Erst muss die Scan-Software oder ein Programm wie MeshLab daraus ein geschlossenes Dreiecksnetz berechnen, das du als STL oder 3MF exportierst.