Glossar · Verfahren

Laser

Faserlaser

Ein Laser, dessen Licht in einer Glasfaser erzeugt wird. Er ist der Standard, um Metall dauerhaft zu beschriften und zu gravieren.

Genauer erklärt

Beim Faserlaser ist eine mit Ytterbium dotierte Glasfaser das Lasermedium, gepumpt von Laserdioden. Die Wellenlänge liegt bei 1064 nm im nahen Infrarot, das Metalle und viele Kunststoffe gut aufnehmen. Markierlaser arbeiten gepulst, typisch mit 20 bis 100 W mittlerer Leistung und Pulsfrequenzen im Bereich von etwa 20 bis 100 kHz bei Q-Switch-Quellen. Fast immer lenkt ein Galvo-Scanner den Strahl, die Arbeitsfläche hängt von der F-Theta-Linse ab, oft 110 × 110 mm bis 300 × 300 mm. Holz und klare Kunststoffe bearbeitet er nur schlecht.

Woher kommt der Begriff?

Der Name kommt von der Glasfaser (englisch fiber), in der das Licht verstärkt wird. Das Prinzip beschrieb Elias Snitzer bereits 1961, für die Materialbearbeitung verbreitet sind Faserlaser seit etwa den 2000er Jahren.

In der Praxis

  • Für Schmuck, Werkzeug, Typenschilder und Edelstahlbecher ist ein Faserlaser die erste Wahl, für Holz eher nicht.
  • Die Lebensdauer der Quelle geben Hersteller meist mit rund 100.000 Stunden an, Verschleißteile wie bei einer CO₂-Röhre gibt es nicht.
  • Tiefgravur in Metall gelingt durch viele Durchgänge, das dauert bei 30 W für 0,5 mm Tiefe oft mehrere Minuten pro Fläche.
  • Der Strahl ist unsichtbar. Die meisten Geräte zeigen die Position mit einem roten Pilotlaser, der aber nichts über die Gefährlichkeit sagt.

Nicht verwechseln

Faserlaser und MOPA sind kein Gegensatz: MOPA ist eine Bauart des Faserlasers mit einstellbarer Pulsdauer. Die einfachere, häufigere Bauart heißt Q-Switch.

Häufige Fragen

Kann ein Faserlaser Holz gravieren?

Grundsätzlich ja, die Ergebnisse sind aber meist ungleichmäßig und neigen zum Verbrennen. Für Holz sind Dioden- oder CO₂-Laser besser geeignet.

Wie viel Watt braucht ein Faserlaser zum Gravieren?

Zum Beschriften reichen 20 W. Für tiefere Gravuren und schnellere Arbeit sind 30 bis 60 W üblich, zum Schneiden dünner Bleche braucht es deutlich mehr.

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