Glossar · Material
Rub-on (Abreibebild)
Ein Motiv auf einem Trägerbogen, das durch kräftiges Reiben auf eine Oberfläche übertragen wird. Danach bleibt nur das Motiv zurück, ohne sichtbaren Folienrand.
Genauer erklärt
Bei einem Rub-on sitzt das Motiv mit einer Klebeschicht auf einem Trägerbogen. Du legst es auf, reibst mit einem Rakel, Spatel oder Holzstäbchen fest darüber und ziehst den Träger langsam ab. Bekannt wurde das Prinzip durch Abreibebuchstaben, Letraset brachte sein Trockentransfer-System 1961 heraus. Heute gibt es Rub-ons als Bastelbögen, und auch UV-DTF-Transfers werden ohne Hitze so aufgebracht. Sie eignen sich für glatte, harte Untergründe wie Glas, Holz, Kunststoff oder Papier.
Woher kommt der Begriff?
Englisch to rub on, „aufreiben“. Im Deutschen hießen die klassischen Varianten Abreibebilder oder Abreibebuchstaben.
In der Praxis
- Untergrund vorher reinigen und entfetten, Staub und Fett verhindern die Haftung.
- Erst fest und überall reiben, dann den Träger flach und langsam abziehen. Bleibt eine Stelle hängen, den Träger zurücklegen und nachreiben.
- Auf rauen oder stark strukturierten Flächen haften Rub-ons schlechter.
- Für Gegenstände, die oft gespült oder angefasst werden, die Angaben des Herstellers zur Beständigkeit prüfen.
Nicht verwechseln
Ein Rub-on ist kein Aufkleber mit sichtbarer Folie: Nach dem Übertragen bleibt nur das Motiv. Und es ist kein Bügelbild, es braucht keine Hitze.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Rub-on und UV-DTF?
UV-DTF ist eine Art, Rub-ons selbst herzustellen: Ein UV-Drucker druckt das Motiv mit Kleber auf eine Folie. Rub-ons gibt es aber auch fertig gedruckt als Bastelbögen.