Glossar · Material
Resin (Fotopolymer)
Das flüssige Druckmaterial von Resin-Druckern: ein Kunstharz, das unter Licht fest wird. Damit entstehen sehr feine Teile wie Miniaturen oder Schmuckmodelle.
Genauer erklärt
Resin ist ein lichthärtendes Kunstharz, ein sogenanntes Fotopolymer, das bei Hobbygeräten mit Licht um 405 nm aushärtet. Es besteht zum großen Teil aus Acrylaten, also reaktiven Kunststoffbausteinen. Neben Standardharz gibt es wasserwaschbare, zähe (ABS-ähnliche), flexible, hitzebeständige und ausbrennbare Gussharze. Kaltes Harz wird zähflüssig, die Hersteller empfehlen meist mindestens 20 °C, ideal etwa 25 bis 30 °C. Flüssiges Harz reizt laut Sicherheitsdatenblättern Haut, Augen und Atemwege und kann bei wiederholtem Hautkontakt eine Allergie auslösen.
Woher kommt der Begriff?
Englisch resin heißt Harz, von lateinisch resina. Fotopolymer setzt sich aus griechisch phos, „Licht“, und Polymer zusammen: ein Kunststoff, der unter Licht vernetzt.
In der Praxis
- Schüttel die Flasche vor dem Druck gut und rühr das Harz in der Wanne um, Pigmente setzen sich ab.
- Lagere Harz dunkel, gut verschlossen und nicht zu warm, Formlabs nennt 10 bis 25 °C.
- Trag beim Umgang mit flüssigem Harz Nitrilhandschuhe und Schutzbrille, auch bei wasserwaschbarem Harz.
- Harz auf der Haut sofort mit Wasser und Seife abwaschen, nicht mit Isopropanol, das rät Formlabs ausdrücklich.
- Flüssige Reste gehören nicht in den Abfluss: aushärten lassen oder zur Schadstoffsammlung bringen.
Nicht verwechseln
Druckharz ist nicht dasselbe wie Epoxidharz zum Gießen: Gießharz härtet durch das Mischen zweier Komponenten, Druckharz durch Licht. Auch UV-Tinte härtet mit Licht, ist aber eine Tinte für den UV-Drucker.
Häufige Fragen
Ist wasserwaschbares Resin ungefährlich?
Nein. Auch wasserwaschbare Harze reizen laut Sicherheitsdatenblatt Haut und Augen, das Datenblatt von Anycubic Water-Wash Resin+ warnt sogar vor schweren Augenschäden. Handschuhe und Schutzbrille brauchst du genauso, und das Spülwasser darf nicht ungehärtet in den Abfluss.
Passt jedes Resin in jeden Drucker?
Die meisten Hobbyharze härten bei 405 nm und laufen auf fast allen MSLA-Druckern. Prüf trotzdem die Angaben von Drucker und Harz, und nimm die Belichtungszeit aus dem Profil des Harzherstellers als Startwert.
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