Glossar · Technik
Laserklassen
Eine Einteilung, wie gefährlich ein Laser für Augen und Haut ist. Sie reicht von Klasse 1 (ungefährlich im Normalbetrieb) bis Klasse 4 (sehr gefährlich).
Genauer erklärt
Die Laserklassen sind in der Norm DIN EN 60825-1 festgelegt: 1, 1M, 2, 2M, 3R, 3B und 4. Für sichtbare Dauerstrich-Laser gelten grob: Klasse 2 bis 1 mW, 3R bis 5 mW, 3B bis 500 mW, Klasse 4 darüber. Klasse 4 kann auch durch gestreute Reflexionen die Augen schädigen, Haut verbrennen und Brände auslösen. Offene Gravierlaser mit mehreren Watt sind daher Klasse 4. Geschlossene Geräte können als Klasse 1 eingestuft sein, wenn das Gehäuse den Strahl vollständig abschirmt und Sicherheitsschalter den Laser beim Öffnen abschalten.
Woher kommt der Begriff?
Die Einteilung stammt aus der internationalen Norm IEC 60825-1, in Deutschland als DIN EN 60825-1 übernommen. Mit der Überarbeitung 2001 kamen die Klassen 1M, 2M und 3R hinzu, 3R ersetzte die frühere Klasse 3A. M steht für magnifying, also Vergrößerung durch Optik.
In der Praxis
- Klasse 1 gilt nur bei geschlossenem Deckel. Mit Erhöhung, offener Klappe oder abgebauter Abdeckung wird ein Gerät praktisch zu Klasse 4.
- Bei Klasse 4 brauchen alle Personen im Raum eine passende Laserschutzbrille, auch Zuschauer.
- Die Laserklasse steht auf einem gelben Warnaufkleber am Gerät. Fehlt er, ist das ein Warnsignal für die Seriosität des Geräts.
- Haustiere und Kinder gehören bei offenen Klasse-4-Geräten nicht in den Raum.
Nicht verwechseln
Die Laserklasse sagt nichts über Rauch und Brandgefahr. Auch ein Klasse-1-Gerät braucht Absaugung und Aufsicht.
Häufige Fragen
Welche Laserklasse haben Lasergravierer?
Offene Dioden- und CO₂-Geräte sind fast immer Klasse 4. Geschlossene Geräte mit Sicherheitsschaltern sind oft als Klasse 1 eingestuft, solange das Gehäuse geschlossen bleibt.
Brauche ich bei Klasse 1 eine Schutzbrille?
Im Normalbetrieb mit geschlossenem Gehäuse nicht. Arbeitest du mit offenem Deckel, entfernter Abdeckung oder Erhöhung, gelten die Regeln für Klasse 4.
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