Glossar · Technik
Dithering
Ein Verfahren, mit dem ein Laser Graustufen aus Punkten nachbildet. Weil er meist nur „brennen“ oder „nicht brennen“ kennt, entsteht der Grauton durch die Dichte der Punkte.
Genauer erklärt
Viele Laser können pro Punkt nur zwei Zustände sauber darstellen. Dithering wandelt ein Graustufenbild in ein Muster aus schwarzen und weißen Punkten um, dessen Dichte Helligkeit vortäuscht. Gängige Algorithmen sind Floyd-Steinberg (1976), Jarvis und Stucki, die den Fehler jeder Rundung auf Nachbarpunkte verteilen, sowie geordnete Raster und Halbtöne. LightBurn bietet unter anderem die Modi Threshold, Ordered, Atkinson, Dither, Stucki, Jarvis, Newsprint, Halftone und Grayscale. Die Qualität hängt stark vom passenden Linienabstand ab: Er sollte ungefähr der Fleckgröße des Lasers entsprechen.
Woher kommt der Begriff?
Englisch to dither heißt zittern oder zaudern. Der Begriff stammt aus der Signalverarbeitung, wo man gezielt Rauschen hinzufügt, um Rundungsfehler zu verteilen. Floyd-Steinberg ist nach Robert W. Floyd und Louis Steinberg benannt.
In der Praxis
- Für Fotos auf Holz liefern Jarvis und Stucki oft ruhigere Ergebnisse, Floyd-Steinberg wirkt detailreicher, aber körniger.
- Erhöhe vor dem Gravieren Kontrast und Schärfe des Bildes, flaue Fotos werden auf Holz noch flauer.
- Auf Schiefer und eloxiertem Aluminium wird hell graviert, dort musst du das Bild meist invertieren.
- Ist das Ergebnis zu dunkel, vergrößere den Linienabstand oder senke die Leistung, statt nur die Helligkeit des Bildes zu ändern.
Nicht verwechseln
Nicht verwechseln mit dem Graustufenmodus, bei dem der Laser die Leistung pro Punkt variiert. Das funktioniert nur auf Materialien, die sich je nach Energie unterschiedlich stark verfärben.
Häufige Fragen
Welcher Dithering-Modus ist der beste für Fotos?
Es gibt keinen besten für alle Materialien. Für Holz sind Jarvis oder Stucki ein guter Start, teste bei neuen Materialien zwei bis drei Modi auf kleinen Probeflächen.
Warum sieht mein gelasertes Foto zu dunkel aus?
Meist liegen die Linien zu dicht oder die Leistung ist zu hoch, sodass die Punkte ineinanderlaufen. Vergrößere den Linienabstand und hebe die hellen Bildbereiche vorher an.
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