Glossar · Verfahren

Laser

Infrarotlaser (1064 nm)

Ein Laser mit unsichtbarem Infrarotlicht bei 1064 nm. Bei Hobbygeräten meist ein kleines Zusatzmodul, mit dem du Metall und Kunststoff beschriftest.

Genauer erklärt

Gemeint sind meist kompakte Module mit 1064 nm und etwa 1,5 bis 2 W optischer Leistung, die als Zusatz zu einem Diodenlaser verkauft werden oder in Kombigeräten stecken. Sie nutzen dieselbe Wellenlänge wie Faserlaser, liefern aber nur einen Bruchteil von deren Pulsleistung. Damit lassen sich Edelstahl, Messing, Titan und viele Kunststoffe markieren und anlassen, Tiefgravur oder Schneiden von Metall sind nicht möglich. Weil das Licht unsichtbar ist, verwenden die Geräte einen sichtbaren Pilotstrahl zur Positionierung. Das Modul braucht eine Schutzbrille speziell für 1064 nm.

Woher kommt der Begriff?

Infrarot heißt wörtlich „unterhalb von Rot“, von lateinisch infra = unterhalb. Gemeint ist Licht mit einer längeren Wellenlänge als sichtbares Rot (über etwa 780 nm). 1064 nm ist die klassische Wellenlänge von Neodym-YAG- und Ytterbium-Faserlasern.

In der Praxis

  • Für dauerhafte Beschriftung von Edelstahl, Schmuckanhängern und Werkzeug reicht ein IR-Modul, für tiefe Gravuren nicht.
  • Der Fokus ist bei 1064 nm meist sehr klein, schon 0,5 mm Höhenfehler verschlechtern das Ergebnis deutlich.
  • Eine Brille für 450 nm schützt nicht vor 1064 nm. Prüfe die Kennzeichnung auf der Brille auf genau diese Wellenlänge.
  • Auf Holz und Leder arbeitet das blaue Diodenmodul besser, das IR-Modul ist für Metall und Kunststoff gedacht.

Nicht verwechseln

Ein Infrarotmodul ist kein vollwertiger Faserlaser. CO₂-Laser strahlen ebenfalls im Infrarot, aber bei 10.600 nm, und bearbeiten Metall deshalb ganz anders.

Häufige Fragen

Was kann ein 2-W-Infrarotlaser?

Er markiert Edelstahl, Messing, Silber, Titan und viele Kunststoffe dauerhaft und kann Edelstahl durch Anlassen dunkel färben. Schneiden oder tief gravieren kann er Metall nicht.

Ist ein Infrarotlaser gefährlicher als ein blauer Laser?

Das Licht ist unsichtbar, deshalb reagiert der Lidschlussreflex nicht. Schon gestreute Reflexionen können die Netzhaut schädigen, eine passende Schutzbrille für 1064 nm ist Pflicht.

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