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Glossar · Material

Makerspace

Flexfolie (HTV)

Eine Folie zum Aufbügeln auf Textil. Ein Schneideplotter schneidet das Motiv aus, danach wird es mit Hitze auf den Stoff gepresst.

Genauer erklärt

Flexfolie, englisch heat transfer vinyl (HTV), besteht aus Polyurethan oder PVC, ist typisch 20 bis 100 µm dick und trägt auf der Rückseite einen Heißkleber, oben eine durchsichtige Trägerfolie. Der Plotter schneidet nur die Farbschicht, nicht den Träger. Danach wird das überschüssige Material entgittert und das Motiv mit Heißpresse oder Bügeleisen aufgebracht, für Siser EasyWeed sind 150 °C für 10 bis 15 Sekunden angegeben. Jede Farbe ist eine eigene Folienlage, Fotos und Farbverläufe sind damit nicht möglich. Neben glatter Flexfolie gibt es Flock-, Glitzer- und Metallicfolien.

Woher kommt der Begriff?

Flex beschreibt die Biegsamkeit der Folie, die sich mit dem Stoff mitbewegt. Im Englischen heißt sie heat transfer vinyl, also Vinyl zur Übertragung mit Hitze, auch wenn viele Sorten aus Polyurethan bestehen.

In der Praxis

  • Motiv vor dem Schneiden spiegeln: Die Folie liegt mit der glänzenden Trägerseite nach unten auf der Matte.
  • Den Stoff vorher 5 bis 10 Sekunden vorpressen, das glättet Falten und treibt Feuchtigkeit aus.
  • Ob du heiß oder kalt abziehst, steht auf der Packung der Folie.
  • Cricut empfiehlt, frühestens nach 24 Stunden zu waschen, links gewendet und ohne Bleiche.

Nicht verwechseln

Flexfolie ist nicht Plotterfolie für Aufkleber: Vinyl für Fenster und Sticker klebt ohne Hitze und wird nicht gespiegelt. Flexfolie braucht Hitze und ist für Textil gedacht.

Häufige Fragen

Muss ich Flexfolie spiegeln?

Ja. Sie liegt beim Schneiden mit der Trägerseite nach unten und dreht sich beim Aufpressen um. Vinyl für Aufkleber wird dagegen nicht gespiegelt.

Hält Flexfolie auf Baumwolle?

Ja, Flexfolie hält auf Baumwolle, Polyester und Mischgewebe, auch auf dunklen Stoffen. Bei schlechter Pressung kann sie mit der Zeit reißen oder sich lösen.

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