Glossar · Funktion
Print then Cut
Erst drucken, dann schneiden: Ein normaler Drucker druckt das Motiv mit Markierungen, danach schneidet der Plotter es entlang der Konturen aus.
Genauer erklärt
Ein Tintenstrahldrucker druckt das Motiv zusammen mit Passermarken am Rand. Der Plotter liest diese Marken mit einem optischen Sensor, erkennt die genaue Lage des Bogens und schneidet entlang der Konturen. So entstehen farbige Sticker, Etiketten und Anhänger. Cricut nennt die Funktion Print Then Cut, Silhouette Print & Cut. Die mögliche Motivgröße ist begrenzt, weil die Marken Platz am Rand brauchen, die genauen Maße hängen von Software und Papierformat ab.
Woher kommt der Begriff?
Englisch für „drucken, dann schneiden“. Die Passermarken heißen im Englischen registration marks, ein Begriff aus der Drucktechnik.
In der Praxis
- Im Druckdialog die Originalgröße wählen, nicht „an Seite anpassen“, sonst passen Marken und Motiv nicht mehr zusammen.
- Glänzende oder laminierte Bögen können den Sensor blenden, mattes Papier lässt sich zuverlässiger lesen.
- Liegen die Schnitte immer gleich daneben, die Kalibrierung für Print then Cut in der Software durchführen.
- Etwas Beschnittzugabe (Bleed) um das Motiv verhindert weiße Ränder, wenn der Schnitt minimal versetzt ist.
Nicht verwechseln
Print then Cut ist nicht Scannen: Der Brother ScanNCut liest ein Motiv mit eingebautem Scanner ein. Bei Print then Cut kennt der Plotter das Motiv bereits und sucht nur die Marken.
Häufige Fragen
Brauche ich einen besonderen Drucker für Print then Cut?
Nein, ein normaler Tintenstrahldrucker reicht. Wichtig ist, dass er in Originalgröße druckt und die Marken sauber und kontrastreich erscheinen.
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