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Laser-Software im Vergleich: LightBurn, xTool Studio und Co.

Software & Dateien7 Min. LesezeitStand: 10/2026

erklären wir kurz, wenn du darauf zeigst oder tippst.

Zu fast jedem Lasergravierer gehört eine kostenlose Software des Herstellers. Daneben gibt es LightBurn als kostenpflichtige Lösung für viele Marken und LaserGRBL als kostenloses Open-Source-Programm für einfache GRBL-Geräte. Welche passt, entscheidet vor allem eine Frage: Welche Steuerung steckt in deinem Laser?

Die Steuerung entscheidet

Jeder Laser hat eine Steuerung, die die Befehle der Software in Bewegungen und Laserleistung übersetzt. LightBurn teilt sie in drei Gruppen ein:

  • G-Code-Steuerungen wie GRBL stecken in den meisten offenen Diodenlasern für Einsteiger.
  • DSP-Steuerungen wie Ruida, Trocen oder TopWisdom findest du meist in geschlossenen CO₂-Lasern mit eigenem Bedienfeld.
  • Galvo-Steuerungen wie EZCAD2, EZCAD3 oder BSL steuern Faser-, UV- und CO₂-Galvos, die den Strahl mit Spiegeln ablenken. Was Galvo bedeutet, erklärt Portal oder Galvo.

Dazu kommen Geräte mit eigener, geschlossener Steuerung, etwa die meisten xTool- und Bambu-Lab-Laser. Sie laufen in erster Linie mit der Software ihres Herstellers. Welche Software für dein Gerät vorgesehen ist, steht in der Geräteübersicht bei jedem Gerät unter Software.

Die wichtigsten Programme im Überblick

SoftwarePreis (Stand 10/2026)BetriebssystemeGeräteKameraGalvo
LightBurn Core99 USD einmalig, 1 Jahr UpdatesWindows 10 und 11, macOS ab 12G-Code-Geräte (GRBL, Smoothieware, Marlin, FluidNC, grblHAL, xTool)ja, mit kompatibler Kameranein
LightBurn Pro199 USD einmalig, 1 Jahr Updateswie Corealles aus Core, dazu DSP (Ruida, Trocen, TopWisdom) und Galvoja, mit kompatibler Kameraja (EZCAD2, EZCAD2 Lite, EZCAD3, BSL)
xTool Studiokostenloser DownloadWindows, macOS (Apple Silicon und Intel), dazu eine App für Android, iOS und iPadOSxTool-Geräteja, bei xTool-Geräten mit Kameraja, xTool-F-Serie
LaserGRBLkostenlos, Open Source (GPLv3)WindowsSteuerungen mit Grbl v0.9 und v1.1keine Kamerafunktion in der Funktionslistenein
Falcon Design SpaceDownload beim Hersteller, keine PreisangabeWindows, macOS, dazu eine AppCreality-Falcon-Laserje nach Gerätnein

Preise und Systemanforderungen ändern sich. Prüfe vor dem Kauf die Angaben auf den Herstellerseiten, die Links stehen unten in den Quellen.

LightBurn

LightBurn ist das verbreitetste Programm, das nicht von einem Laserhersteller stammt. Es verbindet Zeichnen, Parameter und Maschinensteuerung in einem Programm und spricht Geräte vieler Marken an.

  • Lizenzen: Core für 99 USD reicht für G-Code-Geräte. Pro für 199 USD deckt zusätzlich DSP- und Galvo-Steuerungen ab. Das Upgrade von Core auf Pro kostet 100 USD. Beide Lizenzen sind Einmalkäufe für die dauerhafte, auch gewerbliche Nutzung auf bis zu drei Rechnern gleichzeitig. Ein Jahr Updates ist enthalten, danach läuft die zuletzt erhaltene Version weiter. Ein weiteres Jahr Updates kostet 40 USD.
  • Testphase: 30 Tage ohne Einschränkungen, laut LightBurn ohne Wasserzeichen.
  • Betriebssysteme: Version 2.1 läuft unter 64-Bit-Windows 10 und 11 sowie macOS ab Version 12. Version 1.7 war laut LightBurn die letzte Version für Linux. Wer Linux nutzt, bleibt also auf einem älteren Stand ohne neue Funktionen.
  • Kamera: LightBurn kann mit einer kompatiblen Kamera Entwürfe auf dem Livebild platzieren. Seit Version 2.1 unterstützt es laut Dokumentation auch Netzwerkkameras, mehrere Kameras gleichzeitig und Kameras weiterer Hersteller.
  • Offline: Gekaufte Lizenzen lassen sich auch auf einem Rechner ohne Internet aktivieren, über eine Anforderungsdatei und das Lizenzportal. Für die Testversion gilt das laut LightBurn nicht.

Wie du LightBurn einrichtest und was bei xTool-Geräten fehlt, steht im Artikel LightBurn.

xTool Studio und xTool Creative Space

xTool Studio ist die Software für alle xTool-Geräte und der Nachfolger von xTool Creative Space (XCS). Laut xTool war Version 2.7 vom 25. Juni 2025 die letzte XCS-Version, Updates gibt es nur noch für Studio. Die P3-Serie, die F2, F2 Ultra und F2 Ultra UV sowie alle Geräte, die nach August 2025 erschienen sind, laufen nur noch mit Studio.

  • Preis: Der Download auf xtool.com kostet nichts. Funktionen wie AImake und der Cloud-Speicher brauchen laut xTool ein Konto.
  • Betriebssysteme: Die Downloadseite bietet Versionen für Windows und für macOS mit Apple-Silicon- und Intel-Chips. Dazu gibt es eine xTool Studio App für Android und iOS (empfohlen ab Android 10 und iOS 16), seit Version 1.4 auch fürs iPad (App-FAQ). Laut den Release Notes der App (Stand 24.09.2026) unterstützt sie F2, WonderPress, M1 Ultra, Apparel Printer, Apparel Printer Plus, M2 und O1. Für den xTool X1 nennt die Produktseite Android, iOS und iPad als unterstützte Systeme, in den Release Notes steht er noch nicht. Ältere Geräte wie F1, P2, S1 oder D1 steuerst du mobil weiter mit der älteren XCS-App.
  • Funktionen: Materialbibliothek mit Herstellerparametern, Testraster (Materialtest), Vorschau für Rundgravuren, Verschachtelung, Stapelfüllung für Serien und KI-Werkzeuge. Seit Version 1.8.14 lassen sich Materialparameter lokal speichern und offline nutzen.
  • Dateien: Studio importiert SVG, DXF, PDF, PSD, die eigenen XCS-Projekte und gängige Bildformate. Eigene Projekte speichert Studio seit Version 1.7 im neuen Format .xs, für ältere Versionen lässt sich .xcs exportieren.
  • Kamera und Zubehör: Kamera, Autofokus und xTool-Zubehör wie Drehachsen werden in Studio voll unterstützt. In LightBurn fehlen bei einigen Geräten genau diese Funktionen, beim xTool P2S etwa Kamera und Autofokus.

LaserGRBL

LaserGRBL ist kostenlos und quelloffen (GPLv3) und läuft unter Windows. Es arbeitet mit Steuerungen, die Grbl v0.9 oder v1.1 nutzen, also mit vielen offenen Diodenlasern. Der Entwickler beschreibt es selbst als einfache Alternative für alle, die nicht mehr als ein schlichtes, wirksames Werkzeug brauchen.

Laut Projektseite kann LaserGRBL Bilder importieren, zeilenweise oder mit Dithering in G-Code umwandeln, Bilder vektorisieren und G-Code-Dateien mit Vorschau laden. Der SVG-Import ist als experimentell gekennzeichnet. Eine Kamerafunktion, DSP- oder Galvo-Steuerungen gehören nicht dazu. Für Zeichnen, Texte und Schnittpfade brauchst du daneben ein Vektorprogramm wie Inkscape, siehe Dateien für den Laser vorbereiten.

Hersteller-Apps anderer Marken

Viele Marken liefern eigene Programme mit. Sie bringen Materialprofile und Gerätefunktionen mit, laufen aber meist nur mit Geräten dieser Marke. Ein paar Beispiele aus der Geräteübersicht:

MarkeSoftware laut HerstellerBeispielgerät
CrealityFalcon Design Space, LightBurn, LaserGRBLFalcon2 22W
AtomstackAtomStack Studio, LightBurn, LaserGRBLA70 Max
SculpfunSculpfun App, LightBurn, LaserGRBLSF-A9 40W
OrturOrtur App, LightBurn, LaserGRBLLaser Master 3
AcmerAcmer Studio, Acmer App, LightBurn, LaserGRBLP2 33W
Bambu LabBambu Suite (Windows, macOS)R1
WeCreatWeCreat MakeIt, LightBurnVision Pro 45W
LaserPeckerLaserPecker Design Space und App, LightBurnLP5
SnapmakerSnapmaker Luban, LightBurnRay 40W
GweikeGLaser, LightBurnG2 Pro 30W

Für Creality nennt der Hersteller Windows 10 und neuer sowie macOS 11 und neuer und zusätzlich eine Mobil-App. Bei geschlossenen CO₂-Lasern mit Ruida-Steuerung liegt oft RDWorks bei, bei Faserlasern mit EZCAD-Steuerung EZCAD2, etwa beim OMTech Polar Lite und der ComMarker B4. Beide Geräte laufen auch mit LightBurn Pro.

Galvo-Laser

Galvo-Geräte sind ein Sonderfall. Bei Faserlasern mit EZCAD- oder BSL-Steuerung brauchst du für LightBurn die Pro-Lizenz, LightBurn Core und LaserGRBL steuern sie nicht. Die xTool-Galvos F2 und F2 Ultra unterstützt LightBurn laut Hersteller nicht, sie laufen nur mit xTool Studio.

Welche Software für wen

  • Du hast ein xTool-Gerät: xTool Studio ist Pflicht für Kamera, Autofokus und neuere Modelle. LightBurn lohnt sich nur bei Geräten, die xTool dafür freigibt, und dann meist mit Einschränkungen.
  • Du hast einen offenen Diodenlaser mit GRBL: Die Herstellersoftware oder LaserGRBL reichen für den Einstieg. LightBurn Core ist sinnvoll, wenn du viel selbst zeichnest, eine Kamera nachrüsten willst oder bessere Werkzeuge für Fotos und Serien brauchst.
  • Du hast einen CO₂-Laser mit Ruida-Steuerung oder einen Galvo-Faserlaser: Die mitgelieferte Software funktioniert, LightBurn Pro ist die verbreitete Alternative.
  • Du nutzt mehrere Geräte verschiedener Marken: LightBurn bietet eine gemeinsame Oberfläche, eine gemeinsame Materialbibliothek und dieselben Arbeitsabläufe für alle Geräte.
  • Du arbeitest unter Linux: LightBurn gibt es dort nur bis Version 1.7, LaserGRBL nur für Windows. Prüfe vorher, ob dein Hersteller eine Linux-Version anbietet.

Nutze vor jedem Kauf die kostenlose Testphase von LightBurn mit deinem eigenen Gerät. So siehst du, ob die Verbindung klappt und alle Funktionen laufen, die du brauchst.

Weiter mit: LightBurn einrichten, Dateien für den Laser vorbereiten und Laser-Dateien und Templates finden.

Quellen (15)