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FDM oder Resin? Filament- und Harzdruck im Vergleich

Resin-Druck5 Min. LesezeitStand: 10/2026

erklären wir kurz, wenn du darauf zeigst oder tippst.

Die kurze Antwort: Für die meisten Einsteiger und für Funktionsteile ist ein Filamentdrucker (FDM) die bessere Wahl. Ein Resin-Drucker lohnt sich, wenn feine Details wichtiger sind als alles andere, etwa bei Miniaturen, Schmuck oder Zahnmodellen, und wenn du einen Raum mit guter Lüftung hast.

Der Vergleich

FDM (Filament)Resin (MSLA)
Detailsbegrenzt durch Düse und Filament, Schichtlinien sichtbar, besonders an Rundungensehr feine Details, glatte Oberfläche direkt nach dem Druck
Bauraumgroß, viele Geräte um 25 x 25 cmmeist kleiner, Beispiel Saturn 4 Ultra 16K: 21 x 12 x 22 cm
Festigkeitin Z-Richtung schwächer als in X und Yin alle Richtungen gleich, Standardharz aber spröde
Material pro kgFilament etwa 12 bis 30 € (PLA, PETG)Hobbyharz ab etwa 16 €
NacharbeitStützen entfernen, fertigwaschen, trocknen, nachhärten, Stützen entfernen
GesundheitEmissionen beim Erhitzen, Lüften empfohlenflüssiges Harz reizt und kann Allergien auslösen, mehr VOC, Handschuhe und Lüftung Pflicht
Farbensehr viele Farben und Effekteweniger Auswahl, oft wird bemalt

Details und Oberfläche

Hier gewinnt Resin klar. Die Pixel moderner Hobbygeräte liegen bei etwa 14 bis 50 µm, und die Oberfläche ist laut Formlabs direkt nach dem Druck glatt. Ein FDM-Teil braucht für eine vergleichbare Oberfläche oft viel Schleifarbeit. Wie die Auflösung zustande kommt, erklärt Resin-Druck erklärt.

Festigkeit

FDM-Teile sind entlang der Schichten schwächer, weil die Schichten nur aneinander haften. Resin-Teile sind in alle Richtungen gleich fest. Standardharz ist allerdings spröde und für Halterungen, Clips oder Werkzeug wenig geeignet. Zähe Harze schließen diese Lücke teilweise, kosten aber mehr. Für robuste Funktionsteile bleibt PETG oder ASA im FDM-Drucker meist die einfachere Lösung.

Kosten

Hobbyharz gibt es ab etwa 16 € pro Kilo, Filament ab etwa 12 €. Bei Resin kommen weitere Kosten dazu: Handschuhe, Isopropanol, Papiertücher, Entsorgung über die Schadstoffsammlung und Verschleißteile wie die Folie im Wannenboden. Resin-Teile werden außerdem meist massiv oder nur ausgehöhlt gedruckt, nicht mit Infill. Welche Harze es gibt und was sie kosten, steht unter Resin-Arten.

Aufwand und Gesundheit

Ein FDM-Druck ist nach dem Abnehmen meist fertig. Ein Resin-Druck muss gewaschen und gehärtet werden, das dauert und braucht Platz für Behälter und Lampe. Dazu kommt der Umgang mit dem Harz: Es reizt die Haut und kann eine dauerhafte Allergie auslösen. Eine Studie von UL hat bei einem Harzdrucker 3- bis 6-mal mehr flüchtige organische Verbindungen gemessen als im Mittel beim FDM-Druck, dafür deutlich weniger Partikel. Aber auch FDM ist nicht emissionsfrei: Das Kultusministerium Baden-Württemberg fordert für Schulen Absaugung oder ausreichende Lüftung. Alles Wichtige zum Schutz steht unter Sicherheit beim Resin-Druck.

Wofür was?

  • FDM: Funktionsteile, Halterungen, Ersatzteile, große Teile, Prototypen, Deko, Mehrfarbdruck, Einstieg in den 3D-Druck
  • Resin: Miniaturen und Tabletop-Figuren, Schmuck (mit Gussresin auch für den Feinguss), Zahnmodelle, sehr kleine Teile mit feinen Details

Viele Maker haben am Ende beides. Wenn du nur ein Gerät willst und nicht genau weißt, was du druckst, fang mit einem Filamentdrucker an: Welcher 3D-Drucker passt zu mir? Für Resin findest du alle Geräte in der Übersicht der Resin-Drucker.

Quellen (7)