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DTF, DTG, Siebdruck, Sublimation und Flexfolie im Vergleich

Grundlagen6 Min. LesezeitStand: 10/2026

erklären wir kurz, wenn du darauf zeigst oder tippst.

Für ein bedrucktes Shirt gibt es mehr als die drei Techniken, die im Makerspace üblich sind. Neben Flexfolie, Sublimation und DTF arbeiten Druckereien vor allem mit DTG (Direct to Garment, Direktdruck auf das Textil) und Siebdruck. Dieser Artikel stellt alle fünf nebeneinander. Wenn du nur wissen willst, welche der drei Makerspace-Techniken zu deinem Stoff passt, reicht Plot, Sublimation oder DTF?. Hartware wie Tassen, Holz oder Acryl behandelt UV-Druck, DTF oder Sublimation?.

So funktionieren die fünf Verfahren

  • Flexfolie: Ein Schneideplotter schneidet das Motiv aus einer farbigen Folie, du entfernst die Reste (Entgittern) und presst die Folie auf. Jede Farbe ist eine eigene Folienlage.
  • Sublimation: Ein Tintenstrahldrucker druckt mit Sublimationstinte auf Transferpapier. In der Heißpresse wird die Farbe gasförmig und verbindet sich mit Polyester oder einer Polymerbeschichtung. Details unter Sublimation erklärt.
  • DTF (Direct to Film): Der Drucker druckt Farbe und eine weiße Unterlage auf PET-Folie, darauf kommt Schmelzpulver, das ausgehärtet wird. Der fertige Transfer wird aufgepresst. Details unter DTF-Druck erklärt.
  • DTG (Direct to Garment): Ein Tintenstrahldrucker druckt wasserbasierte Textiltinte direkt auf das Kleidungsstück, das dazu auf einer Platte fixiert ist. Meist wird das Textil vorher mit einer Vorbehandlung eingesprüht und gepresst. Laut Wikipedia legt das die Fasern flach und verbessert die Bindung der Tinte, besonders wichtig bei weißer Tinte auf dunklen Stoffen. Danach wird die Tinte mit Hitze fixiert.
  • Siebdruck: Die Farbe wird durch ein feines Sieb gedrückt, in dem nur die Motivflächen offen sind. Jede Farbe braucht ein eigenes Sieb. Die verbreitete Plastisolfarbe muss laut dem Händler McLogan mindestens eine Minute lang 320 °F erreichen, also etwa 160 °C. Lawson Screen & Digital betont, dass die ganze Farbschicht diese Temperatur erreichen muss, nicht nur die Oberfläche, und verweist auf das Datenblatt der jeweiligen Farbe. Zu wenig ausgehärtete Drucke können laut Printify reißen oder abblättern.

Vergleich auf einen Blick

FlexfolieSublimationDTFDTGSiebdruck
Baumwollejaneinjaja, Stärke des Verfahrensja, am besten laut Printify
Polyesterjaja, mindestens etwa 75 % laut Cricutjaeingeschränkt, laut Printify am besten auf Baumwolle und Mischgewebe mit hohem Baumwollanteilja, laut Printify oft mit speziellen Farben gegen Ausbluten
Dunkle Stoffejaneinja, dank weißer Unterlageja, mit Vorbehandlung und weißer Unterlageja, Plastisol deckt laut Printify kräftig, wasserbasierte Farbe braucht eine weiße Unterlage
Fotos und Verläufeneinjajajaeingeschränkt, laut Printify am besten für ein bis drei Farben
Haptikspürbare Folienschichtnicht spürbar, Farbe in der Faserdünne, glatte Schicht auf dem Stoffweich, Tinte zieht in die FaserPlastisol liegt dicker auf, wasserbasierte Farbe zieht ein und ist am weichsten
Einrichtung pro MotivPlotten und Entgittern je StückgeringgeringgeringSieb je Farbe
Sinnvolle MengeEinzelstücke bis kleine SerienEinzelstücke bis kleine SerienEinzelstücke bis mittlere SerienEinzelstücke bis kleine Seriengroße Serien

Die Angaben zur Haptik von DTF, DTG und Siebdruck stammen vom Druckdienstleister Printify, die übrigen aus den verlinkten Artikeln im Wiki.

Haltbarkeit und Waschbarkeit

Die Verfahren altern unterschiedlich:

  • Sublimation: Die Farbe sitzt in der Faser. Es gibt keine Schicht, die reißen oder abblättern kann. Cricut empfiehlt für Infusible-Ink-Textilien, links gewendet und kalt zu waschen und nur mit niedriger Temperatur zu bügeln, damit die Farbe nicht wieder aktiv wird.
  • Flexfolie: Cricut rät, frühestens nach 24 Stunden und links gewendet zu waschen, ohne Bleiche. Bei schlechter Pressung kann sich die Folie lösen.
  • DTF: Printify nennt 50 bis 100 Wäschen, bevor Verblassen, Risse oder Abblättern sichtbar werden. Schwachstelle sind Stellen, die sich stark bewegen, etwa an Ellbogen und Nähten. Wunderlabel erlaubt bis 60 °C, frühestens nach 24 Stunden.
  • DTG: Printify nennt mehr als 50 Wäschen, danach verblassen die Farben langsam, statt zu reißen.
  • Siebdruck: Printify beschreibt richtig ausgehärteten Plastisoldruck als sehr waschbeständig. Eine Zahl nennt Printify nicht.

Die Waschzahlen von Printify gelten bei richtiger Pflege und für die Produktion eines Dienstleisters. Eine einheitliche Herstellerangabe für alle Geräte gibt es nicht. Bei eigener Produktion hängt die Haltbarkeit stark davon ab, wie sauber gepresst oder ausgehärtet wurde.

Was ein Stück kostet

Feste Stückpreise lassen sich nicht seriös nennen, sie hängen von Gerät, Material, Motivgröße und Arbeitszeit ab. Wichtiger ist, wie sich die Kosten zusammensetzen:

  • Siebdruck hat hohe Kosten vor dem ersten Shirt: Jede Farbe braucht ein eigenes Sieb, Druckereien berechnen laut Printify eine Einrichtungsgebühr pro Motiv und oft pro Farbe. Dafür wird jedes weitere Stück günstiger, weil sich die Einrichtung auf mehr Teile verteilt. Deshalb empfiehlt Printify Siebdruck für hunderte gleiche Shirts.
  • DTF und DTG haben kaum Einrichtungskosten pro Motiv. Laut Printify ist der Aufwand für ein DTF-Shirt etwa so groß wie für fünfzig. Dafür sinken die Kosten pro Stück mit der Menge kaum, weil Tinte, Folie und Pulver bei jedem Stück gleich anfallen. Bei DTG auf dunklen Stoffen kommt laut Printify pro Charge 15 bis 30 Minuten Vorbehandlung dazu.
  • Flexfolie braucht kaum Geld für Geräte, aber Arbeitszeit: Jedes Stück wird geplottet, entgittert und gepresst, jede weitere Farbe ist eine weitere Lage. Sign Warehouse beschreibt, dass Kosten und Aufwand ab zwei bis drei Farben steil steigen und das Verfahren für hunderte gleiche Shirts nicht skaliert.
  • Sublimation hat geringe Verbrauchskosten pro Motiv, setzt aber Polyester oder beschichtete Rohlinge voraus, die oft teurer sind als einfache Baumwollware.

Für die Einstiegskosten hat ein US-Händler die Ausstattung durchgerechnet, die Zahlen stehen in Plot, Sublimation oder DTF?.

Was es für den Einstieg im Wiki gibt

  • Flexfolie: Schneideplotter und Heißpressen in der Geräteübersicht.
  • Sublimation: Epson SC-F100, Sawgrass SG500 und SG1000, Brother SP1 unter Sublimationsdrucker.
  • DTF: Procolored F8 Panda, Procolored K13 Lite und xTool Apparel Printer Plus unter DTF-Drucker. Viele bestellen die Transfers auch fertig und brauchen selbst nur eine Heißpresse.
  • DTG: Reine DTG-Drucker führt das Wiki nicht. Zwei UV-Drucker gibt es in einer Ausführung mit zusätzlichem Textildruckkopf: xTool O1 Omni und Longer ePrint. Epson bietet mit dem SureColor SC-F1000 einen kombinierten DTG- und DTF-Drucker mit weißer Tinte an, der laut Epson Baumwolle, Nylon, Leder, Polyester, Denim und 50/50-Mischgewebe bedruckt. Einen Preis nennt Epson auf der Produktseite nicht.
  • Siebdruck: Dafür gibt es im Wiki keine Geräte. Für die Aushärtung von Plastisol brauchst du eine Wärmequelle, die die ganze Farbschicht für mindestens eine Minute auf die Temperatur aus dem Datenblatt der Farbe bringt.

Kurz zusammengefasst

  • Ein bis wenige Shirts aus Baumwolle, einfarbiges Logo: Flexfolie.
  • Fotos auf weißem Polyester oder auf Tassen: Sublimation.
  • Bunte Motive auf beliebigen Stoffen, auch dunkel: DTF.
  • Weiche, detailreiche Motive auf Baumwolle: DTG, meist über einen Dienstleister.
  • Hunderte gleiche Shirts mit wenigen Farben: Siebdruck, meist über eine Druckerei.
Quellen (8)