Welcher 3D-Scanner passt? Kaufkriterien für Maker
erklären wir kurz, wenn du darauf zeigst oder tippst.
Den einen besten Scanner gibt es nicht. Ein Gerät für Schmuck und kleine Schrauben ist für einen Ganzkörperscan ungeeignet und umgekehrt. Fang deshalb beim Objekt an, nicht beim Gerät. Alle Geräte im Wiki stehen in der Übersicht der 3D-Scanner.
1. Was willst du scannen?
Die Hersteller geben an, für welche Objektgrößen ein Scanner gedacht ist. Das ist das wichtigste Kriterium.
| Objekt | worauf achten | Beispiele im Wiki (laut Hersteller) |
|---|---|---|
| sehr klein: Schmuck, Schrauben, Miniaturen | kurzer Arbeitsabstand, kleiner Punktabstand, Blaulicht oder Laser | 3DMakerpro Seal (10 bis 300 mm), Creality PIKA im Lasermodus (ab 10 mm) |
| klein bis mittel: Ersatzteile, Figuren | Laser oder Hybrid, Drehteller hilfreich | Revopoint MetroX Pro (bis 1 m), Revopoint POP 4 |
| Personen, Möbel, Autoteile | Infrarot, großer Arbeitsabstand, markerloses Tracking | Creality Otter Lite (bis 1.200 mm Abstand), Einstar 2 im Infrarotmodus |
2. Genauigkeit oder Detail?
Genauigkeit sagt, wie stark die Maße vom echten Teil abweichen. Das zählt für Ersatzteile, die passen müssen. Auflösung oder Punktabstand sagt, wie fein Details erfasst werden. Das zählt für Figuren und Oberflächen. Herstellerwerte sind Bestwerte. Mehr dazu unter Scantechnik im Vergleich.
3. Welche Oberflächen?
Dunkle, glänzende oder durchsichtige Teile sind schwierig. Infrarot und Laser kommen laut Herstellern mit dunklen Flächen besser zurecht als einfaches Streifenlicht. Für Glas oder Spiegel brauchst du fast immer ein Scanspray. Wenn du Farbe brauchst, etwa für eine Büste, achte auf eine Farbkamera. Der 3DMakerpro Fox zum Beispiel liefert nur eine graue Textur.
4. Marker oder markerlos?
Damit die Software die Einzelaufnahmen zusammensetzen kann, braucht sie Orientierung:
- Geometrie: Das Objekt hat genug Kanten und Formen.
- Textur: Die Oberfläche hat genug Muster oder Farbe.
- Marker: Kleine Klebepunkte geben Halt, wenn die Fläche glatt und gleichförmig ist.
Lasermodi brauchen fast immer Marker. Wer viel markerlos arbeiten will, etwa bei Personen, braucht einen Scanner mit Infrarot- oder Streifenlichtmodus.
5. Reicht dein Computer?
Das wird beim Kauf oft übersehen. Die Daten verarbeitet meist der PC, und viele Scanner verlangen viel Leistung. Ein paar Herstellerangaben als Beispiel:
- Einstar 2: Windows 11, Intel Core i7-13700H, NVIDIA RTX 3060 Laptop GPU mit mindestens 6 GB, mindestens 32 GB DDR5.
- Revopoint MetroX Pro: Intel i7 der 13. Generation oder Ryzen 7 5800, ab 32 GB RAM, NVIDIA RTX 3060 mit 8 GB.
- Creality PIKA: Intel i7 ab 7. Generation, NVIDIA-GPU mit 8 GB, ab 16 GB RAM, oder Mac mit M2 und 16 GB.
- 3DMakerpro Seal und Fox: Minimum Intel Core i5 der 8. Generation, 16 GB RAM, NVIDIA MX250.
Laser-Modi brauchen bei Revopoint eine NVIDIA-Grafikkarte für die volle Geschwindigkeit. Prüf die Werte im Datenblatt, bevor du kaufst.
6. Kabel, WLAN oder ganz ohne PC?
- Kabelgebunden: günstiger, oft mit Netzteil. Du bist an den Rechner gebunden.
- WLAN mit Akku: freier um das Objekt herum, die Verarbeitung läuft trotzdem am PC oder Smartphone.
- Eigenständig mit Display und Rechner: Geräte wie Einstar VEGA oder Revopoint MIRACO Plus scannen ganz ohne PC. Das kostet deutlich mehr.
7. Software
Jeder Hersteller hat eigene Scan-Software: CrealityScan, Revo Scan, EXStar Hub oder JMStudio. JMStudio von 3DMakerpro und Revo Metro von Revopoint sind laut Hersteller kostenlos. Für Messen oder CAD-Arbeit bieten einige Hersteller Zusatzprogramme gegen Aufpreis an. Prüf vor dem Kauf, ob die Software auf deinem Betriebssystem läuft, vor allem unter macOS.
Quellen (3)
- Formlabs: How to Choose the Best 3D Scanner for 3D Printing
- All3DP: Best 3D Scanners 2026 und 3D-Scanning-Zubehör
- Herstellerdaten: Einstar 2, Revopoint MetroX, Creality PIKA, 3DMakerpro Seal*, 3DMakerpro Fox*, Creality Otter Lite