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Prusa Research: alle Geräte
Prusa Research ist ein tschechischer Hersteller von FDM- und Resin-Druckern mit Sitz und Produktion in Prag. Die Firma stammt aus dem offenen RepRap-Projekt, entwickelt Slicer, Firmware und Filament (Prusament) selbst und betreibt die Modellplattform Printables. Die Geräte sind teurer als vergleichbare Drucker aus China, gelten aber als gut dokumentiert, reparierbar und langfristig gepflegt.
Im Wiki: 6 Geräte in 1 Kategorie.
3D-Drucker (Filament)
| Modell | Preis | Preisklasse |
|---|---|---|
| Prusa MINI+ | 509 € | 400 bis 800 € |
| Prusa MK4S | 999 € | 800 bis 1.500 € |
| Prusa CORE One+ | 1.349 € | 800 bis 1.500 € |
| Prusa CORE One L+ | 1.849 € | 1.500 bis 3.000 € |
| Prusa XL+ | 2.299 € | 1.500 bis 3.000 € |
| Prusa Pro HT90 | auf Anfrage | über 3.000 € |
3D-Drucker (Filament) von Prusa Research im Detail · Alle 3D-Drucker (Filament) im Überblick
Stärken und Schwächen von Prusa Research
Stärken
- Entwicklung und Fertigung in der EU, Versand ohne Zoll
- Sehr gute Dokumentation, Ersatzteile und Reparaturanleitungen
- Lange Firmware- und Software-Pflege, Upgrade-Pfade für ältere Modelle
- Deutschsprachiger E-Mail-Support und 24/7-Chat (Englisch)
Schwächen
- Höhere Preise als vergleichbare Geräte chinesischer Hersteller
- Neue Modelle und Umbausätze in der Vergangenheit oft mit Lieferverzögerungen
- Rückzug von vollständig offener Hardware seit 2023
- Live-Chat nur auf Englisch, E-Mail-Antworten können bis zu drei Werktage dauern
Fakten
| Sitz | Prag, Tschechien |
|---|---|
| Gegründet | 2012 von Josef Průša |
| Mitarbeitende | über 1.000 (Ende 2024, laut Hersteller) |
| Software | PrusaSlicer (Open Source, AGPL-3.0), Prusa Connect, Printables |
| Garantie | Verlängerung um 1 bis 2 Jahre beim Kauf buchbar |
| Support auf Deutsch | ja, per E-Mail; Live-Chat 24/7 nur Englisch |
| Produktion/Lager EU | ja, Fertigung und Versand aus Prag |
| Geschwindigkeitsangaben | nennt Prusa bewusst nicht, weil Höchstwerte wenig über die echte Druckzeit sagen; Prusa empfiehlt den Vergleich der Druckzeit im Slicer |
Geschichte
Josef Průša, vorher Entwickler im RepRap-Projekt, gründete Prusa Research 2012 in Prag; die i3-Reihe (zuletzt MK4S) wurde zu einer der meistkopierten Druckerkonstruktionen. Später kamen der MINI, das große Mehrkopf-Modell XL, der SLA-Drucker SL1S und 2024 der geschlossene CoreXY-Drucker CORE One dazu, außerdem die Profi-Reihe Prusa Pro nach der Übernahme von Trilab. Laut eigenem Nachhaltigkeitsbericht baute Prusa 2023 rund 122.700 Drucker (2022: rund 101.200) und produzierte 610 Tonnen Prusament-Filament. Ende 2024 hatte die Firma laut eigenem Jahresrückblick mehr als 1.000 Mitarbeitende; der Umsatz lag laut Wikipedia 2020 bei rund 2,18 Mrd. Kronen. 2022 übernahm Prusa den US-Filamenthersteller Printed Solid in Delaware, der inzwischen als Prusa USA firmiert und dort Filament herstellt sowie MK4S und CORE One montiert (Stand Juli 2026). Prusa ist in Privatbesitz und nicht börsennotiert.
Kundensupport und Garantie
Der Support läuft über einen Live-Chat im Shop und in der Wissensdatenbank, der rund um die Uhr auf Englisch besetzt ist, sowie per E-Mail auf Deutsch, Englisch, Tschechisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Polnisch mit Antwort innerhalb von bis zu drei Werktagen. Versand und Service kommen direkt aus Prag, also aus der EU; Ersatzteile verkauft Prusa im eigenen Shop, dazu gibt es ausführliche Reparaturanleitungen in der Wissensdatenbank. Für Drucker kann beim Kauf eine Garantieverlängerung um 1 bis 2 Jahre (MINI+ nur 1 Jahr) dazugebucht werden; bei Gebrauchtkauf gilt laut Hersteller 1 Jahr ab Erstauslieferung, Verschleißteile wie Düsen, Riemen und PTFE-Schläuche sind ausgenommen. Auf Trustpilot hat Prusa eine Bewertung von 4,5 von 5 bei rund 10.000 Bewertungen (Stand Oktober 2026); gelobt werden Dokumentation und Support, kritisiert werden teils lange Wartezeiten im Chat und bei E-Mails.
Umwelt und Engagement
Prusa veröffentlicht Nachhaltigkeitsberichte; der Bericht für 2023 nennt unter anderem kleinere Versandkartons (MINI+ von 53 auf 33 Liter) und eine Karte mit Annahmestellen für 3D-Druck-Abfälle, enthält aber keinen aktuell gemessenen CO2-Fußabdruck (letzter Stand 2021). Mit Prusa Education bietet die Firma seit 2020 (international seit 2022) Schulen Unterrichtsprojekte und 5 % Rabatt auf Drucker an. PrusaSlicer ist Open Source (AGPL-3.0), ältere Drucker wurden komplett offen veröffentlicht. Die Drucker sind auf Reparierbarkeit ausgelegt, mit öffentlichen Anleitungen und Ersatzteilen im Shop.
Kritik und Probleme
Prusa ist seit 2023 schrittweise von Open Hardware abgerückt; der CORE One ist nicht mehr vollständig offen, was Teile der Community kritisieren. Im Juli 2025 erklärte Josef Průša Open-Hardware-Desktop-3D-Druck für "tot" und begründete das mit Patentanmeldungen chinesischer Hersteller auf Ideen aus der offenen Community, unter anderem einem Anycubic-Patent, das seinem MMU1-Design ähnle. Neue Produkte kamen wiederholt verspätet: Der XL wurde im November 2021 angekündigt und erst ab März 2023 ausgeliefert, 2023 verschoben sich auch MK4-Varianten und MMU3. Im Prusa-Forum gibt es 2025 Berichte über unvollständige CORE-One-Umbausätze und schleppende Nachlieferung, aber auch über schnelle Lösungen; ein systematisches Problem ist daraus nicht belegt.
Quellen (15)
Recherchestand 10/2026. Angaben zu Support und Bewertungen ändern sich, Hinweise auf Fehler gern über das Kontaktformular.
Offizielle Hilfe und Wiki: Prusa Knowledge Base